Stark bleiben in Krisenzeiten

Stark bleiben in Krisenzeiten

„Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist.“
Dalai Lama

Die sich überschlagenden Ereignisse rund um die Corona-Pandemie (Covid_19) haben dazu geführt, dass wir mitten in einer Krise stecken, wie wir sie bislang nicht kannten. Das zu managen erfordert von uns besonderen Einsatz – wir stehen alle gleich mehreren Herausforderungen gegenüber: Mit den eigenen Gefühlen zur Lage und denen anderer Menschen klarkommen, organisatorische Aufgaben in Job und Familie bewältigen, die Besorgnis gegenüber der anstehenden wirtschaftlichen Veränderungen und die Koordination einer völlig ungewohnten familiären Situation zu Hause.

Zudem gilt es eine wahre Informationsflut über die Medien und sozialen Netzwerke sowie zum Teil schwierige soziale Verhaltensweisen zwischen den Menschen gilt es zusätzlich zu verarbeiten.

Um dem Stand zu halten, brauchen wir eine stabile innere Mitte, eine gute Verbindung mit uns selbst und mehr denn je brauchen wir einander. Daher möchte ich hier ein paar Informationen, Tipps und Hilfestellungen bereitstellen, mit denen Du Dich selbst und andere unterstützen kannst, damit Du in Deiner Kraft bleibst – sowohl körperlich als auch seelisch – und diese Phase gut überstehst.

Ich habe in der letzten Woche intensiven und inspirierenden Austausch mit vielen tollen Menschen aus meiner Branche gehabt und möchte die Kraft und Zuversicht die da verbreitet wird, gerne an alle weitergeben und so meinen Beitrag leisten.

Wenn Du diese Informationen für sinnvoll hältst, teile sie gerne.

Ich möchte darauf hinweisen, dass dies Empfehlungen sind in dem Bewusstsein, dass jeder Mensch anders ist und sie keinen Besuch beim Arzt, Psychotherapeuten oder Heilpraktiker ersetzen.

Was Dir jetzt hilft, in Balance zu bleiben

Gerade jetzt in dieser herausfordernden Zeit benötigst Du besondere Achtsamkeit auf Deine äußere und innere Balance.

Hier sind ein paar Punkte, die Dir zeigen, wie Du in diese Balance investieren kannst.

Trainiere Deine Selbstbewusstheit.

Es ist gut, sich zu spüren und den Kontakt zu sich selbst zu halten, um auf die Bedingungen angemessen reagieren zu können. Werde daher zu inneren Beobachterin, zum inneren Beobachter, nimm Dich wahr ohne Dich zu werten. Nimm die Signale Deines Körpers wahr, Deiner Seele. Nimm Deine Empfindungen und Gefühle wahr, gib ihnen Raum.

Achte auch auf Deine Gedanken. Sie haben einen unglaublichen Einfluss auf Deine Gefühle und Dein Handeln und sogar auf Dein Immunsystem. Nimm wahr, welche Art von Gedanken Dich die meiste Zeit des Tages beschäftigen und wie Du auf sie reagierst. Verurteile Dich nicht für unproduktive Gedanken, erforsche lieber deren versteckten Nutzen oder verabschiede sie sanft.

Dafür benötigst Du Momente, in denen Du ungestört einfach sein kannst. Zum Beispiel in dem Du dafür feste Zeiten einplanst. Das kann die Mittagspause sein, in der Du eine kleine Atemübung machst, eine Achtsamkeitsmeditation, Yoga oder Ähnliches. Wenn die Sonne scheint, dann setze Dich raus und mach Deine Übungen dort. Mittags hat die Sonne schon viel Kraft und Du kannst parallel die Vitamin D-Bildung unterstützen und damit Dein Immunsystem stärken.

Gehe regelmäßig in die Natur

In der Natur kannst Du wunderbar mental regenerieren, weil Dein Gehirn von den natürlichen Reizen in einen positiven Aufmerksamkeitsfokus versetzt wird, der mentaler Erschöpfung (z.B. von zu viel Information) entgegenwirkt.

Und Du kannst auch hier Achtsamkeit trainieren, die Dich bei der Selbstbeobachtung und Selbstbewusstheit (s.o.) unterstützt. Wichtig ist dabei, Dich nicht mit anderen Dingen zu beschäftigen, sonst wird die Natur zur Kulisse. Gehe in direkten Kontakt zu ihr, lausche auf die Vogelstimmen, suche Frühlingsboten mit den Augen, schnuppere. Vielleicht findest Du einen schönen Platz an dem Du eine Weile sitzen magst, ein starker Baum, ein Fleckchen am Bach o.Ä., wo Du Dich einfach mit der Umgebung verbindest und Kraft tankst (es gibt eine schöne Übung dazu aus dem Naturcoaching: Der Kraftplatz. Schreib mich an und ich schicke Sie Dir gerne!).

Außerdem wirkt auch der Wald selbst direkt positiv auf Dein Immunsystem, da die Luft Botenstoffe der Bäume enthält, die unsere Killerzellenproduktion anregen (mehr Informationen dazu findest Du hier).

Sorge für eine gute Struktur und Prioritäten

Struktur ist eines der psychologischen Grundbedürfnisse des Menschen. Schau daher was jetzt wirklich wichtig ist und gestalte eine sinnvolle Struktur in Bezug auf Prioritäten, Zeitplanung und Freiräume. Gerade wenn Deine Kinder zu Hause sind und auch ohne Kinder hilft es, einen Wochenplan zu machen. Welche Notwendigkeiten und welche Bedürfnisse können wie eingebaut werden? Erlaube Dir gleichzeitig die Flexibilität, z.B. bei unvorhergesehenen Zwischenfällen und bleibe achtsam in der Frage: Was ist WIRKLICH wichtig?

Setze Dir Ziele für die nächsten Wochen und zwar Ziele, die für Dich auch emotional attraktiv sind. Denn Ziele, mit denen wir Gefühle verbinden können, erhöhen unsere Fähigkeit zur Selbstdisziplin und unsere Umsetzungskraft. Du kannst diese Zeit jetzt auch gut nutzen, für Dich oder auch in der Familie einmal zu überlegen, was eigentlich Deine bzw. Eure Werte und Lebensprioritäten sind. Die Herzenswünsche, versteckten Träume,… all das kann bspw. in einer intuitiv-kreativen Gestaltung eines Visionboards Ausdruck finden und ist zudem noch eine schöne Beschäftigung, die sogar ausgleichend wirkt.

Achte auf Deinen Körper

„In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“ schrieb schon der römische Dichter Juvenal vor fast 2000 Jahren.  Wir bestehen nunmal aus Geist und Körper und wissen heute viel darüber, wie eng diese miteinander verbunden sind. Es ist also gerade bei großen mentalen Herausforderungen besonders wichtig, auch den Körper gut zu versorgen. Dazu gehört ausreichend Bewegung (am besten draußen), eine angemessene Ernährung, ausreichend Entspannung (Schlaf, Pausen, Muße) und eine bewusste Atmung bis in den Baumraum. Eine aufrechte und gerade Körperhaltung zum Beispiel unterstützt Dich darin, eine positiv-zuversichtliche Grundhaltung beizubehalten.

Kümmere Dich um andere und vernetze Dich

Auch das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, Wertschätzung und Anerkennung ist ein in der Psychologie mehrfach beschriebenes menschliches Grundbedürnis. Gefühle von Verbundenheit und Zusammenhalt stärken Körper und Geist – auf beiden Seiten. Unterstütze also einen wertschätzenden Umgang in Deinem Umfeld, engagiere Dich für Gemeinschaft und Solidarität. Frage Dich, wie Du Vorbild sein kannst, wer Beistand brauchen könnte, wem kannst Du mit seinen Ängsten weiterhelfen.

Wie oben schon geschrieben, es geht darum, näher zusammenzurücken und Netzwerk war nie so wichtig wie jetzt. Bleibe in engem Kontakt mit Deiner Familie, Freunden, den Nachbarn und Bekannten. Auch beruflich macht es Sinn, in Kontakt mit Kunden und Kollegen zu bleiben, sich ggfs. selbst Unterstützung zu suchen, sich zu vernetzen, nach sinnvollen Informationen und Lösungen zu suchen und sie zu teilen.

Sei achtsam mit Dir und Deinen Mitmenschen und hab Vertrauen, dass in jeder Krise eine Chance steckt.

Ich wünsche Dir von Herzen innere Stabilität in dieser Zeit und vor allem: Bleib gesund!Stark bleiben in Krisenzeiten

Herzlichst

Deine Sabine

 

 

 

 

 

Headerfoto: David Clode on Unsplash


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