Seasonwalk - Frühling

Warum es gerade jetzt wichtig ist, das Leben zu feiern – ein etwas anderer Blick auf Ostern

Der Beginn des Monats April fällt in diesem Jahr zeitgleich auf die Osterzeit.

Das christliche Osterfest wurde auf ein germanisch-keltisches Frühlingsfest gelegt und findet immer am ersten Wochenende nach dem ersten Vollmond nach der Frühjahrstagundnachtgleiche statt.

„Ostern fällt wohl aus“ hörte ich einige Leute sagen anlässlich der neuen Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Ja, es ist schade, dass einige der liebgewonnenen Bräuche, ob Gottesdienste, Osterfeuer oder das Osterfrühstück mit der Großfamilie nicht wie sonst durchführbar sind.

Und es ist ein interessanter Aspekt, dass dies ein Fest trifft, in dem es um das Leben an sich geht.

Schon im Vorchristentum war dies eine wichtige Zeit, in der sich vom Winter verabschiedet und das neue Erntejahr begrüßt wurde. Viele alte Osterbräuche, wie z.B. die Osterfeuer aber auch die Eier und der Hase sind eng verknüpft mit dem Thema Neubeginn, Wiedergeburt, Kreislauf des Lebens, Fruchtbarkeit.

Selbst im Monatsnamen steckt es drin. Offenbar leitet sich der Name April vom lateinischen aperire = öffnen ab, vielleicht im Zusammenhang mit den sich öffnenden Knospen und Blättern. Aber auch das Wort apricus = sonnig wird als Ursprung vermutet.

Es geht also darum, das Leben zu ehren und zu feiern.

Ist das nicht jetzt umso wichtiger und bedeutsamer in einer Zeit, in der wir das Leben auf verschiedenen Ebenen bedroht sehen? Sich zu öffnen für Neues, ohne den eigenen Schutz aufzugeben, sich die aufsteigenden Frühlingskräfte zu eigen machen, um sich zu stärken.

Sich wiederzuverbinden mit dem Kreislauf der Natur und des Lebens, mit dem göttlichen Versprechen von Liebe, zu vertrauen auf das tiefe Wissen, dass das Leben mit seiner Kraft und Stärke immer wiederkehrt.

Davon erzählt uns der April. Davon erzählt uns Ostern.

Ob Christ oder nicht – für alle Menschen ist jetzt eine gute Gelegenheit, die Erneuerung des Lebens zu feiern. Und die erwachende Natur draußen bietet dazu wunderbare Unterstützung, sich mit den Kräften zu verbinden.

Hier ein paar Ideen für Dein persönliches Natur-Oster-Ritual:

Geh hinaus in die Natur und wandere an einen Ort, der für Dich Kraft und Erneuerung symbolisiert. Besonders intensiv ist es, vor Tagesanbruch in die Morgenröte hineinzuwandern und die aufgehende Sonne still und andächtig zu begrüßen. Du kannst Dir vorstellen, wie Du Dich mit den Lebenskräften um Dich herum verbindest. Auf dem Rückweg kannst Du ein paar Frühlingskräuter sammeln oder einen Blumenstrauß pflücken. Oder Du sammelst ein paar Naturmaterialien und gestaltest Deine Idee von Verbundenheit mit dem Leben und Deine Bereitschaft es zu ehren.

Du kannst Dir auch Fragen mit in die Natur nehmen und schauen, welche Antworten sich in Dir zeigen wollen. Ich nehme mir gerne hin und wieder Zeit dafür, ein Sitzkissen, ein Tee und ein Tagebuch und suche mir einen schönen Platz. Fragen, die in dieser Oster- und Aprilzeit gut sind, sind bspw.

  • Wie hindere ich mich selbst daran, mich auf Neues einzulassen? Wo halte ich mich zurück?
  • Welchen Sinn haben diese Widerstände vielleicht für mich? Wovor schütze ich mich damit?
  • Was brauche ich, um mit mir geduldig zu sein und mich dennoch behutsam zu öffnen?

Ich wünsche Dir viel Freude beim Ausprobieren und Entdecken und schöne kraftvolle Frühlingsnaturerfahrungen.

Ich wünsche Dir von Herzen frohe Ostern.

Deine Sabine

Warum es gerade jetzt wichtig ist, das Leben zu feiern - ein etwas anderer Blick auf Ostern

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